Geiht or steiht de Werser?

Frank Dreeke, Vorstandsvorsitzender von BLG LOGISTICS, begrüßt als Präsidiumsmitglied und Eiswett-Genosse hochrangige Gäste zum 195. Eiswettfest.

Mit dem Seenotrettungsboot WILMA SIKORSKI bringen die Seenotretter den Eiswettschneider über die Weser. (Foto: Die Seenotretter – DGzRS/Jörg Sarbach)

Seit 1829 ist die Eiswette eine feste Größe im Veranstaltungskalender der Hansestadt an der Weser. Der Brauch geht auf Bremer Kaufleute zurück, die 1828 wetteten, ob die Weser Anfang Januar 1829 zugefroren sein würde oder nicht. Daraus entwickelte sich nunmehr das beinahe 200 Jahre alte Ritual der Eiswette. Am kommenden Samstag findet das Eiswettfest traditionell mit Beteiligung von BLG LOGISTICS statt.

Die Bremer Eiswettprobe findet jedes Jahr am 6. Januar statt, dem Dreikönigstag, und beantwortet die Frage, ob „de Werser geiht or steiht”. Also ob die Weser fließt und eisfrei oder aber zugefroren ist. In diesem Jahr war das Ergebnis eindeutig: die Weser geiht - letztmalig komplett zugefroren war die Weser übrigens im Winter 1946/47. Den aktuell eisigen Temperaturen trotzt der Fluss bisher.

Das gesellschaftliche Highlight der Bremer Eiswette ist das Eiswettfest, das am dritten Samstag im Januar im festlichen Ambiente des Hansesaals des Congress Centrum Bremen stattfindet. "Bremen lebt und pflegt seine Traditionen. Es ist uns eine Ehre, als traditionsreiches Bremer Unternehmen seit vielen Jahren an diesem geschichtsträchtigen Ereignis teilzunehmen", betont BLG-Vorstandsvorsitzender Frank Dreeke im Vorfeld der Veranstaltung. Neben den Eiswett-Genoss:innen sind prominente Vertreter:innen aus Wirtschaft, Politik und Kultur unter den rund geladenen 800 Gästen.  

Was vor allem nach Vergnügen klingt, hat einen ernsten Hintergrund. War die Weser früher zugefroren, standen Schifffahrt und Handel still. Das spielt auch für die BLG eine entscheidende Rolle. Extreme Kälteperioden beeinträchtigen verschiedene wirtschaftliche Bereiche, darunter die Logistik und beispielsweise die Zuwegung zum heutigen Neustädter Hafen.

Traditionell wird bei der Veranstaltung für die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) gesammelt. Die DGzRS hat ihren Sitz in Bremen und ist zuständig für den maritimen Such- und Rettungsdienst in den deutschen Gebieten von Nord- und Ostsee. Die gesamte unabhängige und eigenverantwortliche Arbeit der Seenotretter wird ausschließlich durch freiwillige Beiträge und Spenden finanziert. Im vergangenen Jahr kamen über 550.000€ zusammen.
 

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